Eigentlich laufen die großen Indizes weltweit meist im Gleichschritt in die selbe Richtung. Das ist jetzt anders. Die Schere zwischen dem amerikanischen und deutschen Aktienmarkt öffnet sich. Während der Dow Jones ein Allzeithoch nach dem anderen erklimmt, befindet sich der Dax in einer ernsthaften Korrektur. Der Grund dafür ist zum Einen die Krise der deutschen Automobilindustrie und zum anderen der extrem starke Euro.

Die Fundamentaldaten sprechen andere Sprache
Der Euro hat seit Jahresanfang bereits um 11,3% aufgewertet. In der Welt der Devisen ist das eine erdrutschartige Bewegung. Verwunderlich ist diese starke Bewegung vor allem beim Blick auf die puren Fundamentaldaten. Denn da die Europäische Zentralbank die expansive Geldpolitik unverändert beibehält und die Federal Reserve in den USA bereits wieder an der Zinsschraube dreht, müsste der Dollar eigentlich aufwerten. Wahrscheinlich haben internationale Anleger aber so viel Respekt vor dem unberechenbaren US-Präsidenten, dass sie ihr Geld trotzdem lieber aus dem Dollar-Raum abziehen.

Die Folgen der Dollar-Schwäche
Die unmittelbaren Folgen der Euro-Stärke spüren Sie, wenn Sie ins Ausland fahren oder von dort Waren einkaufen. Sie können sich auf einmal viel mehr leisten als noch vor einem Jahr. Im Depot merken Sie den umgekehrten Effekt. US-Werte, die an der Heimatbörse gut gelaufen sind, werden in Euro gerechnet kaum an Wert gewonnen haben. Wir werden die Dollar-Schwäche in den kommenden Wochen für Nachkäufe nutzen.