Bekanntermaßen beinhaltet der Dax die 30 wichtigsten deutschen Aktiengesellschaften. Zur Bestimmung derselben gibt es seitens der Deutschen Börse zwei klare Kriterien. Die Unternehmen müssen sowohl hinsichtlich des Umsatzes auf XETRA und im Frankfurter Parketthandel als auch bei der Marktkapitalisierung der in Streubesitz befindlichen Aktien zu den größten Gesellschaften des Landes gehören.

Diese zwei Regeln bestimmen über den Auf- und Abstieg im Dax
Einmal jährlich im September wird die Zusammensetzung des Dax überprüft. Ein Unternehmen muss den Dax verlassen, wenn es in einem der beiden oben genannten Kriterien nicht mehr zu den 40 größten Unternehmen des Landes gehört und gleichzeitig ein anderer Kandidat in beiden Kriterien mindestens Rang 35 erreicht. Außerdem wird eine Aktiengesellschaft in den Dax aufgenommen, wenn es in beiden Kriterien besser als Rang 30 abschneidet und ein anderes Unternehmen nicht mehr zu den 35 größten Unternehmen zählt.

Für unterjährige Umstellungen gelten strengere Regeln
Neben der regulären Anpassung im September gibt es alle drei Monate weitere Anpassungstermine bei denen jedoch noch strengere Regeln gelten. Außerdem kann beispielsweise infolge von Übernahmen oder Insolvenzen auch davon abweichend eine sofortige Änderung durchgeführt werden. Die größten Bewegungen gibt es aber traditionell im September bei der regulären Überprüfung der Indizes.

Der Auf- oder Abstieg kann handfeste Folgen für die betreffenden Unternehmen haben. Vor allem ausländische Fonds und Anleger betrachten die Indexzugehörigkeit als eine Art Qualitätssiegel. Im Falle eines Abstiegs ziehen diese Investoren ihr Geld ab und können so für einen Abwärtsimpuls bei dem betreffenden Unternehmen sorgen.

Treffen Sie die richtige Aktienauswahl mit dem Aktien-Telegramm. Jetzt testen.