Deutschland hat gewählt. Und die Regierungsbildung dürfte schwierig werden, nachdem die SPD eine neuerliche Große Koalition sofort am Wahlabend ausgeschlossen hat. Martin Schulz zeigte sich endlich einmal angriffslustig. Hätte er mal früher im Wahlkampf damit angefangen.

Einzig eine Koalition aus CDU, FDP und Grünen erscheint derzeit möglich. Doch dafür werden harte Verhandlungen nötig sein, die sich wohl über Wochen hinziehen werden. Kompromisse werden von allen Seiten notwendig sein.

Was bedeutet das alles für die Börsen? Eine längere Phase der Instabilität könnte die Märkte und die Stabilität der Euro-Zone tatsächlich belasten. Doch danach sieht es trotz des schwierigen Wahlergebnisses derzeit nicht aus. Deutschland steht wirtschaftlich so gut da wie nie zuvor. Und ich bin mir sicher, dass es gelingt, eine tragfähige Koalition zu bilden.

Die wirtschaftliche Lage ist ohnehin viel wichtiger für die Börsen. Politisches Geplänkel hat zunächst nur geringen Einfluss. Interessant wird in den nächsten Wochen allerdings die Entwicklung der Wechselkurse sein. Wir werden uns entsprechend positionieren.