Aktienrückkäufe auf Rekordniveau – Warren Buffett kritisiert Unternehmenslenker

Nie zuvor gaben Amerikas Konzerne so viel Geld für Aktienrückkäufe aus wie in diesem Jahr. Die US-Firmen schwimmen im Geld und können angesichts niedriger Zinsen und fehlender Investitionsperspektiven aus dem Vollen schöpfen. Allein in diesem Jahr werden Amerikas Konzerne deshalb eigene Aktien im Umfang von rund 1 Billion Dollar zurückkaufen. Allein Apple hat ein 100-Milliarden-Dollar Programm aufgelegt.

Warren Buffett kritisiert diese Praxis jetzt scharf. Dabei stört sich der Starinvestor nicht an den Programmen an sich, schließlich hat auch er angesichts mangelnder Investmentalternativen kürzlich angekündigt, wieder vermehrt eigene Aktien zurückzukaufen. Doch er stört sich gewaltig an der Art und Weise, wie die Firmen ihre Rückkaufprogramme durchführen. Denn nicht immer springt für die Aktionäre ein Mehrwert dabei heraus.

Der Grund sind die starren Regeln für die Rückkaufprogramme, die bei vielen Unternehmen gelten. Denn häufig wird pauschal pro Monat ein bestimmter Betrag in eigene Aktien gesteckt. Die Kursentwicklung interessiert dabei nicht. Warren Buffett hält es jedoch für töricht, dass pauschal zu jedem Preis zurückgekauft wird. Die Gefahr zu teurer Rückkäufe steigt. Manager, die täglich nach Einsparpotenzialen suchen, sollten das Geld nicht mittels unkoordinierten Aktienrückkäufen wieder zum Fenster hinausschmeißen.

Warren Buffett geht deshalb einen anderen Weg. Er legte fest, dass Rückkäufe nur bis zu einem bestimmten Kurs erfolgen dürfen. Zur Festlegung der Obergrenze orientiert er sich am Buchwert seiner Aktien. Somit wird nur zurückgekauft, wenn die eigenen Aktien gerade günstig bewertet sind. Dann schaffen Aktienrückkäufe tatsächlich Werte für die Anteilseigner.

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