Darum bevorzugen Anleger Zinsen gegenüber Dividenden?

Warum legen Anleger ihr Geld lieber in unrentable Zinspapiere an, wo doch zahlreiche Untersuchungen beweisen, dass die Aktien-Rendite deutlich höher sind? Selbst große Vermögen werden zu einem bedeutenden Teil in Anleihen und Festgeldern geparkt. Dabei wird dabei häufig sogar Geld vernichtet. Aktien schwanken kurzfristig zwar stärker, bringen langfristig aber die höchsten Renditen.

Risikovermeidung liegt in der Natur des Menschen
Menschen gewichten das Risiko eines Verlusts höher als die mögliche Gewinnchance. Diese Fehleinschätzung liegt in der Evolution begründet und hat wohl das Überleben der menschlichen Spezies erst ermöglicht. Denn in der Steinzeit reichte ein dummer Fehler, und man war tot. Deshalb lernten die Menschen, Risiken zu vermeiden. Unser Hirn wendet diese „Wissen“ heute noch bei der Geldanlage an.

Verluste wiegen doppelt so schwer wie Gewinne
Daniel Kahnemann und Amos Tversky haben nachgewiesen, dass ein finanzieller Verlust emotional in etwa doppelt so schwer wiegt wie ein Gewinn in gleicher Höhe. Wenn Sie 100 Euro auf der Straße verlieren leiden Sie größere emotionale Qualen als Sie Glück empfinden wenn Sie 100 Euro geschenkt bekommen. Die beiden Forscher nennen dieses Phänomen Verlustaversion.

Die Verlustaversion bei der Geldanlage
Selbstverständlich wirken diese Gefühle auch bei der Geldanlage. Deshalb bevorzugen viele Menschen Geldanlageformen, bei denen nominal (also vor Abzug der Inflation) kein Verlustrisiko besteht. Um schwankungsanfällige Aktien machen sie hingegen einen Bogen, auch wenn diese realistisch betrachtet im Durchschnitt höhere Renditen abwerfen. Wenn Sie sich diese psychologische Falle bewusst machen, dann können Sie in Zukunft auch beruhigter in Aktien investieren.

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