Die Märkte befinden sich im Korrekturmodus

Die Aktienmärkte haben in den vergangenen beiden Wochen rund um den Globus deutlich korrigiert. Der Handelskrieg zwischen den USA, China und Europa sowie die Gewinnwarnung bei Daimler infolge der Dieselkrise und einer Eintrübung der Konjunktur waren die Auslöser für den Ausverkauf. Mit Ausnahme des S&P 500 befinden sich mittlerweile alle wichtigen Indizes wieder im Minus.

Europa-Aktien entwickelten sich schwach
Besonders hart trifft es die Aktienmärkte in der Eurozone, denn hier kommt zusätzlich noch die Unsicherheit über den Zusammenhalt Europas hinzu. Ein Auseinanderbrechen der Währungsunion und des Binnenmarktes hätte gravierende negative Auswirkungen auf die Volkswirtschaften der beteiligten Länder.

Der Eurokurs pendelt zwischen 1,15 und 1,18 US-Dollar. Für die deutsche Exportwirtschaft ist der niedrige Eurokurs ein gutes Zeichen. Die Produkte bleiben auf dem Weltmarkt hochgradig wettbewerbsfähig. Ich erwarte deshalb auch bei den im Juli anstehenden Quartalszahlen viele gute Ergebnisse.

Öl wird wieder teurer
Im Moment steigt der Ölpreis deutlich an. Grund dafür ist die Forderung der US-Regierung an die Bündnispartner, kein Öl mehr aus dem Iran zu importieren. Die Islamische Republik hat nach jahrelangen Sanktionen gerade erst wieder einen Zugang zum Markt aufgebaut. Ein Wegfall
als Lieferant ließe das Angebot deutlich zurückgehen und sorgt somit für steigende Preise.