Donald Trump schickt die Ölpreise auf Talfahrt

US-Präsident Donald Trump will die USA zur Öl-Supermacht machen. Beim Nato-Gipfel sparte er deshalb nicht mit Kritik an Deutschlands
Abhängigkeit von Russland, die durch den Bau der Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 noch verstärkt würde. Schon heute ist Deutschland bei der
Energieversorgung auf den Putins Riesenreich im Osten angewiesen. Knapp 40% der Erdölimporte Deutschlands stammen aus Russland. Ein weiteres Viertel wird aus Norwegen und Mitgliedsstaaten der Europäischen Union importiert. Für den Rest sind die OPEC-Staaten verantwortlich. Die USA spielen auf dem Ölmarkt für Deutschland faktisch keine Rolle. Das möchte Donald Trump ändern.

Trump kritisiert Abhängigkeit von Russland
Donald Trump sagte, er sehe keinen Sinn darin, dass Deutschland Milliarden an Russland zahle, und die USA als NATO-Partner jetzt die Deutschen verteidigen solle. Damit spannt der US-Präsident den Bogen direkt von der Energie- bis zur Sicherheitspolitik. Klar ist, dass er damit jedoch nicht nur Deutschland zu höheren Verteidigungsausgaben zwingen will, sondern auch den Einfluss der amerikanischen Schiefergasindustrie auf dem Weltmarkt stärken möchte.

Deutschland braucht Nord Stream 2
Um die Versorgungssicherheit in Deutschland zu sichern, wird derzeit eine direkte Gasleitung von St. Petersburg durch die Ostsee nach Greifswald verlegt. Transitländer werden damit umgangen. Deutschland kann damit noch mehr russisches Gas direkt und ohne Transitgebühren importieren. Auch wenn es Donald Trump nicht gefällt.