Schock: Warren Buffett macht Quartalsverlust

Völlig überraschend hat Warren Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway zum ersten Mal seit 2009 wieder einen Quartalsverlust vermelden müssen. Unter dem Strich stand in den ersten drei Monaten des Jahres ein Minus von 1,14 Milliarden Dollar für das erfolgsverwöhnte Unternehmen.

Weil die Veröffentlichung der Zahlen mit der Hauptversammlung zusammenfiel, waren jedoch kaum kritische Stimmen zu hören. Das jährliche Aktionärstreffen in Omaha gilt zu Recht als Woodstock des Kapitalismus, bei dem Warren Buffett beinahe wie ein Heiliger verehrt wird. Zehntausende Anleger hingen auch in diesem Jahr wieder an seinen Lippen.

Deshalb fiel es Buffett leicht, die schlechten Zahlen ins rechte Licht zu rücken. Er machte für den Verlust eine neue Bilanzierungsregel verantwortlich. Demnach müssen Aktienbeteiligungen jeweils zum aktuellen Kurs bewertet werden. Dies führt zu starken Schwankungen der Werte und hat letztlich den Quartalsverlust ausgelöst.

Operativ lief es gut für Berkshire Hathaway. Der operative Gewinn stieg auf 5,3 Milliarden Dollar. Dabei half die US-Steuerreform kräftig mit. Die meisten Geschäftsbereiche von Berkshire Hathaway sind in den USA angesiedelt. Der Konzern profitiert deshalb besonders von der Senkung der Unternehmenssteuern von 35 auf 21 Prozent.

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