Von den Besten lernen: Peter Lynch im Porträt

Peter Lynch wurde 1944 in Boston, Massachusetts (USA) geboren. Zum ersten Mal kam er im Alter von 11 Jahren als Caddy auf dem Golfplatz mit der Finanzwelt in Kontakt, als er Investoren bei Ihren Gesprächen über die Finanzmärkte belauschte. Nach dem Collage-Abschluss in Boston studierte Peter Lynch an der Wharton School in Philadelphia Wirtschaftswissenschaften. Bereits während dieser Zeit arbeitete er bei Fidelity Investment, dessen Chef er auf dem Golfplatz kennengelernt hatte.

Der berufliche Durchbruch
1977 wurde Peter Lynch die Leitung eines kleinen Investmentfonds übertragen. Es handelt sich um den damals nur etwa 20 Millionen Dollar schweren Magellan Fund, der später zum größten Investmentfonds der Vereinigten Staaten aufsteigen sollte. Unter Lynchs Führung wuchs das verwaltete Vermögen rasant. Grund dafür war eine herausragende Performance und infolge dessen auch hohe Mittelzuflüsse.

Peter Lynchs Erfolgsgeheimnisse
Der Fondsmanager erzielte seine Erfolge mit einer eigens weiterentwickelten Value-Strategie. Seine Investmententscheidungen beruhen vor allem auf dem gesunden Menschenverstand. Er machte immer wieder deutlich, dass sich die meisten erfolglosen Anleger selbst im Wege stehen. Die größte Herausforderung beim Investieren ist die Überwindung menschlicher Schwächen und psychologischer Fehlurteile.

Bedeutsam sind in diesem Zusammenhang vor allem Geduld und Disziplin. So betont Lynch immer wieder, dass es keinen Sinn macht, verpassten Gelegenheiten hinterherzutrauern, denn auch in Zukunft werden sich zahlreiche neue Chancen ergeben.

Die Gemeinsamkeiten mit Warren Buffett
In einem weiteren Punkt sind sich die Investorenlegenden Peter Lynch und Warren Buffett sehr ähnlich. Beide betonen, dass es sehr wichtig ist, das zugrundeliegende Geschäftsmodell eines Unternehmens zu verstehen. Denn nur dann kann eine glaubwürdige Einschätzung der Lage des Unternehmens und damit des Wertes der Aktien durch den Investor vorgenommen werden. Es gilt, nur in herausragende Unternehmen zu investieren und zusätzlich auf einen angemessenen Preis zu warten.

Eine moderne Interpretation der Anlagephilosophie von Peter Lynch verfolgt auch Richard Straube in seinem Aktien-Telegramm. Der Unternehmer und Sozialwissenschaftler erklärt seine Methode: Hier geht’s zum Video.